- Damian 'Jr. Gong' Marley - Welcome to Jamrock
Es hat sich doch noch ein gutes neues Album gefunden in dieser weihnachtsgeschäftlichen Best-Of-Zeit: Bob Marleys jüngster Sohn hat sich aus der familiären Resteverwertung der Reggae-Legende ausgeklinkt und ein tolles eigenständiges Werk produziert. Eine gelungene Synthese aus rootsigem Reggae und aktuellem Hip-Hop, spannend und abwechslungsreich vom ersten bis zum letzten Ton und sehr politisch in den Texten. Selbst wenn man kein Freund dieser Musikstile einzelnd ist - hier sollte man unbedingt mal reinhören. [ 12/05 ]
- Babyshambles - Down in Albion
Vor genau einem Jahr brach die kreativste der neuen britische Rockformationen, The Libertines, auseinander. Der Grund war Sänger und Co-Songschreiber Pete Doherty, der seine Heroin-Abhängigkeit nicht in den Griff bekam und extrem unzuverlässig und immer unberechenbarer wurde. Aber genau dieser Tanz über den Abgrund machte den Reiz ihres letzten Albums aus, hier ging es um Leben und Tod, die Musik war existenziell. Nun, Pete überlebte und mit ihm seine Sucht, aber alles um sich herum riss er in den Abgrund: die Libertines, seine Freundin Kate Moss, die Freundschaft zu Mit-Libertine Carl Barat. Jetzt hat er, nach vielen Anläufen und noch mehr Aussetzern, mit seiner neuen Band Babyshambles eine neue Scheibe rausgebracht. Sie ist genau wie sein Frontmann: schludrig, unvollkommen, direkt und genial. Man sieht es schon am Cover, wie auf einem dreckigen Stück Packpapier an einem versifften Tisch schnell mal hingekritzelt. Man kann Pete allerhand vorwerfen, aber nicht die mangelnde Liebe zur Musik. Es ist wahrscheinlich die einzige Form, in der er sich noch ausdrücken kann. Und wie er das tut, ist grandios, eine gigantische Tragödie gepresst auf eine prallvolle CD. Sexy ist es zwar nicht gerade, aber dafür Leidenschaft & Drugs & Rock'n'Roll pur. Wer das nicht mag, greife lieber zum nächsten Album. [ 11/05 ]
- Babyshambles.net - offizielle Website mit allem was dazu gehört
- TheLibertines.org.uk - Carl Barats neue Band soll Dirty Pretty Things heissen
- The Books of Albion - Petes Website, manchmal gibt's Downloads, zur Zeit nur Trümmer
- Babyshambles.de - hier gibt es einige Babyshambles Sessions zum downloaden
- The Albion Arks - The Libertines & Babyshambles Media Archive, viele mp3s und Videos
- The Red Penguin - Babyshambles live pics, im mp3 heaven gibt's reichlich auf die Ohren
- Andrew Kendall - viele tolle Fotos in der Galerie des Fotografen
- News - Drogen-Razzia: Pete Doherty von der Bühne in den Knast (4.10.05)
- News - Kate Moss aus der Drogenklinik entlassen (28.10.05)
- News - wie gehabt: Europa-Tournee der Babyshambles im November abgesagt (1.11.05)
- This Bird Has Flown
Das Weihnachtsgeschäft geht los: es kommen kaum neue Alben frischer junger Musiker auf den Markt, sondern nur solche von etablierten Größen des Pop-Business (Robbie Williams, Madonna & Co) sowie Best-Ofs, Greatest Hits und Wiederveröffentlichungen bekannter Platten, bei denen jeder, der lästige Pflicht-Geschenke für Verwandte und Bekannte kaufen muss, nichts falsch (aber auch nichts richtig) machen kann. Kurzum: gepflegte Langeweile. Und hier ist die diesjährige Ausnahme: Zum 40-jährigen Jubiläum der besten Beatles-Platte aller Zeiten, Rubber Soul, gibt es eine Tribute-CD von mehr oder weniger bekannten Indie-Musikern. Was kann man schon von einem Versuch erwarten, ein perfektes Album zu covern? Richtig: gar nichts. Und genau das stimmt in diesem einen Fall nicht. Es sind alles gelungene Neuaufnahmen der alten Meisterwerke, die ihren urprünglichen Charme nicht verloren haben und trotzdem ganz im 21. Jahrhundert angekommen sind. Originaltreue und teilweise mutige Neuinterpretationen halten sich die Waage und es sind keine Peinlichkeiten dabei. Wer also ein Weihnachtsgeschenk für Papi oder Omi sucht, der kann hier unbesorgt zugreifen. Wer es nicht glaubt, findet unten einige Webadressen, wo man mal unverbindlich reinhören kann. Übrigens: das Original der Beatles ist auch heute noch sehr gut zu hören. [ 11/05 ]
- Franz Ferdinand - You Could Have It So Much Better
Nachdem sich die Frischlinge der Britrock-Szene dieses Jahr nachdrücklich zu Gehör gebracht haben, kommen jetzt die Platzhirsche und zeigen, wo der Hammer hängt. Ja, nach dem Heroin-Absturz der Libertines sind die Franzeln die Messlatte, an der sich alle anderen messen lassen müssen. Und die hängt nach dieser 2. Platte noch einmal ein Stück höher als nach ihren grandiosen Debut vom letzten Jahr. Die vier schottischen Dandys (so etwas gibts in Deutschland nicht, wir haben nur dumme Schnösel - bitte nicht verwechseln) strotzen mal wieder vor Kreativität, Spielfreude, knackigen Grooves, Ohrwurm-Hymnen und intelligenten Texten. Und einer großen Portion Arroganz bis in die geschniegelten Designerschuhspitzen. Aber die dürfen das, das haben sie sich verdient. Im November touren sie in Deutschland - geht hin, sie sind auch live spitze (2 Gitarren im Duell!), ich habe sie im Sommer live auf dem Festival in Budapest gesehen. Nur leider ist ihre Zeit in kleinen Clubs vorbei, jetzt sind die großen Arenen dran. --> Bestes Album 2005 <-- [ 10/05 ]
- The New Pornographers - Twin Cinema
In ihrer Heimat in Kanada haben sie als Indie-Gruppe schon länger Erfolg und alle Preise eingeheimst die es dort gibt, jenseits der Grenzen sind sie nur wenigen bekannt. Bis jetzt jedenfalls, denn ihr neues Album, das dritte, hat die bisherige Schlurfigkeit abgelegt und ist richtig gut produziert. Während sonst 'gut produziert' bedeutet, dass der Band alle Ecken und Kanten abgeschliffen und der Sound tauglich fürs Radio gebügelt wurde, ist hier eher das Gegenteil der Fall: es ist rauer geworden, abwechslungsreicher und auch experimentier-freudiger. Vielleicht liegt es daran, dass sowohl Sänger und Songschreiber Carl Newman als auch die Sängerin Neko Case als Solisten erfolgreich sind, also der Zwang zum Erfolg als Gelderwerb weg gefallen ist. Oder sie sind einfach nur noch besser geworden. Wie auch immer, ihren Status als Geheimtipp werden sie mit diesem tollen Album sicher los. [ 10/05 ]
- TheNewPornographers.com - ihre offizielle Webseite mit allem was dazu gehört
- Matador Records - ihre Seiten bei ihrer Plattenfirma, schlichter und mit vielen News
- TwinCinema.net - Die Website zur Platte, ganz im Stil der Internet Movie Database
- Mint Records - Say hello to... a Brief History of The New Pornographers
- ACNewman.com - die Website des Sängers und Songwriters Carl Newman
- NekoCase.com - die Website der Country-Lady, die bei den Pornographers meist nur im Hintergrund singt
- Pitchfork - ein Interview mit den New Pornographers
- Gaesteliste.de - noch ein Interview, aber auf deutsch
- Plattentests - die komplizierteste Bubblegum-Pop-Band der Welt
- The Dead 60s
Was sagt eine Band, die aus Liverpool kommt und damit automatisch immer am Merseysound und den Pilzköpfen gemessen wird? Bleib mir vom Hals mit den toten 60ern. Um den Vergleich ein für alle mal zu unterbinden, haben sie diese Liverpooler Redewendung gleich zu ihrem Namen gemacht. Stimmt, mit den 60ern haben The Dead 60s wenig gemein, dafür aber umso mehr mit den späten 70ern, denn sie spielen so, wie die Clash klingen würden, wären die heute noch 20. Rock, Reggae, Punk, jede Menge Dub, immer geradeaus, absolut in-die-Beine-gehend und alles im Stil der 00er Jahre. Eine Scheibe ohne jeden Durchhänger. Wer schnell zugreift, bekommt ihr Debutalbum zusammen mit einer Bonus-CD mit reinen Dub-Grooves. [ 9/05 ]
- TheDead60s.com - die offizielle Seite der Liverpooler mit ungewöhnlicher Navigation
- deltasonic.jp - offizielle japanische Website, aber trotzdem lesbar
- XFM.co.uk - The Dead 60s Riot on the Radio, live & streaming
- ThePop.de - die Videos der Singles und Fotos vom Berliner Gig
- Drowned in Sound - Interview: Death to the 60s, Liverpool is obsessed with the past
- Plattentests.de - Fuck the police, Liverpool brennt
- Plattentests online - viele Leserkommentare zu den Dead 60s
- Amazon.com - in den USA kam die CD schon im Mai auf den Markt, mit Kopierschutz: lies die Kommentare mit den Boykottaufrufen. Bei uns ließ man den Scheiß weg. Danke, Amis!
- KdW Hamburg - hier spielen sie am 1. Oktober
- Hard-Fi - Stars Of CCTV
CCTV steht für Closed Circuit TV, das sind die leider nicht nur in England allgegenwärtigen Überwachungskameras an öffentlichen Gebäuden, Banken, Bahnhöfen und zunehmend an jeder Straßenecke. Dass die Abkürzung ebenfalls für China Central Television steht, das streng zensierte Staatsfensehen in China, ist wohl Zufall, aber durchaus passend. Hard-Fi geht es aber um ersteres: We're the stars of CCTV, making movies out on the streets. We're the stars of CCTV, can't you see the camera loves me? Jemand hat mal ausgerechnet, dass ein durchschnittlicher Londoner täglich von 300 Kameras erfasst wird. Und so spielen sie die Helden im Überwachungs-TV, etwa wenn der Geldautomat mal wieder die blöde Plastikkarte schluckt weil das Konto leer ist, wenn man einfach nur so in der Straße abhängt und sich nicht im beschäftigten Tempo wie alle anderen bewegt, oder einfach nur ein Mädel anmacht. Man muss unnötigen Ärger vermeiden, es gibt schon genug nötigen Ärger. So lebt man für das nächste Wochenende und hofft, von Mr. Blair und Mr. Bush nicht auf einen Middle Eastern Holiday geschickt zu werden. Mama, wie's mir im Irak geht, kannst du zuhause im eigenen TV verfolgen. Die Musik ist urban, laut, dreckig und verschwitzt. Und immer tanzbar. Ja, der Rock-Reggae der Hard-Fi tritt dir in den Arsch und bringt dich zum tanzen, ob du willst oder nicht. Nicht in Hi-Fi wie die Sachen aus den Charts, nicht in Lo-Fi wie die Retro-Rocker es mögen, sondern in Hard-Fi. Baby, lets generate some heat. [ 9/05 ]
- Hard-Fi.com - die offizielle Seite der vier Londoner, ganz in Hi-Fi
- Hard-Fi.de - die offizielle deutsche Homepage, ganz in Lo-Fi
- Laut.de - Portrait, Plattenkritik: Verdammt, ich will jemanden zum Tanzen!
- Suddenly... Last Summer - Plattenkritik und Downloads gibts in diesem Musik-Blog
- Knust Hamburg - hier spielen sie am 7. Oktober auf ihrer Deutschland-Tour
- CCC - Der Chaos Coumputer Club dokumentiert und kommentiert CCTV in Köln
- Telepolis - Videoüberwachung: Sicherheit oder Scheinlösung
- Wikipedia - Infos zu CCTV und Videoüberwachungsanlagen
- Flickr - The Big Brother is watching you! Und wir watchen ihn beim watchen
- Google - Suche nach CCTV gibt 8 Millionen internationale Links und 370.000 deutsche
- 1/2 Art Brut - Bang Bang Rock and Roll
1/2 Kaiser Chiefs - Employment
Jetzt verbraten sie ihre jungen Bands. Es ist wirklich erstaunlich, wie viele neue kreative Musiker aus England in den letzten Monaten grandiose Debutalben auf den Markt brachten. Doch die Plattenlabel wollen mehr, immer mehr, wer weiss, wie lange der jetzige Britrock-Hype andauert. Schnell dick absahnen, auch wenn die Bands noch nicht genügend Material für ein ganzes Album zusammen haben. Früher, vor zwei Jahren, gab es für so etwas eine CD-Single bzw. Maxi-Single, die erst mal reifen durfte, jetzt wird gleich eine ganze CD auf den Markt geworfen. Darum empfehle ich in diesem Monat nicht den Erwerb der CDs dieser Bands, sondern den Download ausgewählter Titel, vorzugsweise aus der ersten Plattenhälfte. Die sind wirklich außergewöhnlich gut, ach was: phantastisch. Aber leider, leider gibt es daneben auch reichlich beliebiges Füllmaterial. Für den restlichen Platz auf der selbst gebrannten Mixed-CD empfehle ich ausgewählte Stücke von The Magic Numbers, den Cribs, den Rakes und den Caesars, denen ein ähnliches Schicksal zuteil wurde. [ 8/05 ]
- ArtBrut.org.uk - die offizielle Homepage ist erfreulich schlicht & flash-los
- KaiserChiefs.co.uk - die offizielle Seite der fünf Jungs aus Leeds
- Universal-Rock - die deutsche Labelseite der Kaiser Chiefs
- Laut.de - Portrait und Plattenkritik zu Art Brut und den Kaiser Chiefs
- Satt.org - Art Brut: Young, Loud and Snobbish
- Interview - Kaiser Chiefs: Blur wären stolz, hätten sie unsere Songs geschrieben
- Netzzeitung - noch ein deutsches Interview mit den Kaiser Chiefs
- Tonspion - Download 'I Predict A Riot' der Kaiser Chiefs
- fritz.de - in den Hörercharts stehen die Kaiser Chiefs ganz oben
- The White Stripes - Get Behind Me Satan
Viele haben auf ein Elephant Teil 2 gehofft, eine Fortsetzung ihres phantastischen Albums von 2003. Nach der Vorabveröffentlichung ihrer ersten Single-Auskopplung "Blue Orchid" konnte man so etwas auch erwarten - und dann kam alles ganz anders. Aber eigentlich ist es gar nicht anders, die beiden Whites sind sich in ihrer Spielfreude, Kreativität und absoluten Unberechenbarkeit sehr treu geblieben. Sie machen genau ihr Ding und haben nicht vor, die Erwartungen von irgend Jemandem erfüllen, die Nummer Sicher ist nicht ihr Ziel. Ihr wollt Gitarre und Schlagzeug, weil sie es bisher so machten und es gut war? Tja, das war früher so, jetzt sind sie einen Schritt weiter, die neuen Songs brauchen meist nur Klavier und alle möglichen Trommelinstrumente. Trotzdem sind sie alles andere als sanft, ganz im Gegenteil. Es ist definitiv keine Platte, die sich als Hintergrund-Berieselung eignet. Im Einheitsbrei des Dudelradios wird man sie bestimmt nicht hören. Aber es ist eine gute Scheibe, eine sehr gute sogar, wenn man ihr die Zeit gibt zu wachsen. Und auch mal auf den Text hört. Denn der ist genau so verstörend wie ihre ganze Musik. [ 7/05 ]
- The Futureheads
Brit-Rock ist wieder da, diesen Monat gleich im Dreierpack. Schluß mit Lahmarschigkeit, in die Tonne mit Coldplay, Keane, Starsailor und den anderen englischen Jammerlappen. Quiet is the new Loud? Scheiß drauf. Loud ist the new Loud! Krachende Gitarren und schmutzige Drei-Minuten-Songs, so soll es sein. Schweißtreibende Konzerte in kleinen Clubs vor einer tanzenden Menge. Musik, die die Kids dazu bringt, selbst eine Band zu gründen. England setzt wieder die Maßstäbe, der britische Akzent verdrängt den amerikanischen aus den Indie-Charts. Da sind als erstes die Futureheads, die ein originelles und selbstbewußtes Debutalbum hinlegten, das schon vor einen Monaten in England rauskam und erst jetzt den Weg zu uns fand. Knackig, witzig, gute Texte. Grandiose vierstimmige Harmonie-Gesänge zu harten Gitarrenriffs. Bis jetzt mein Album des Jahres 2005, wer das toppen will, muss sich anstrengen. [ 6/05 ]
- TheFutureheads.co.uk - die offizielle Seite der Jungs aus Sunderland (Nordengland)
- TheFutureheads.tk - eine Fansite mit allem was dazu gehört
- Laut.de - Portrait, die Plattenkritik kommt wohl erst noch
- Plattentests - Voices in your Head, vierstimmige Harmoniekugeln, Tobsucht in Tüten
- Motor.de - brillant, es gibt ordentlich was auf die Mütze
- Intro.de - die neuen Herren Gesangverein mit loskrachenden Gitarren
- BandsMagazine.ch - für Miesepeter oder ruhige Stunden eher ungeeignet
- Maxïmo Park - A Certain Trigger
Die Lokalrivalen der Futureheads in den englischen Musik-Clubs sind zur Zeit Maxïmo Park, sie stehen ihnen an Explosivität und Kreativität kaum nach. Andere setzen die Reihenfolge anders rum, völlig egal, zwei so heiße Newcomer zur selben Zeit am gleichen Ort sind selten. Am besten, man hört sich beide an. Immer, überall und laut. Zweifellos haben die Parks ein paar Hit-Singles mehr auf ihrem Album. Wer noch nicht weiss, was er im Sommer tun soll, hier ist der absolute Tipp: Bei Ryan-Air gibts Flugtickets nach London ab 15 Euro, eine Unterkunft findet sich immer, und dann ab in die lokale Club-Szene. So heiß wie derzeit wird es bestimmt so schnell nicht wieder! Weiter unten auf dieser Seite finden sich noch ein paar weitere exzellente Botschafter aus der Musikhauptstadt der Welt 2005. [ 6/05 ]
- MaximoPark.com - offizielle Website der Jungs aus Newcastle (Nordengland)
- XFM.co.uk - Maxiomo Parks XFM-Radiosession in voller Länge streaming
- Tonspion - The Coast Is Always Changing als mp3 zum downloaden
- Laut.de - Portrait, Plattenkritik: wertvoll wie ein kleines Steak
- Netzzeitung - CD der Woche: schlicht und einfach grandios
- Spiegel Online - selbstbewußtes Dandytum, Romantik ist nicht tot
- Gaesteliste.de - Interview mit Maximo Park
- Oasis - Don't Believe The Truth
Der dritte heiße Brit-Rock-Act dieses Monats ist fast ein bißchen peinlich: wer in aller Welt kann heute noch Oasis gut finden? Diese prollhafte Großkotzigkeit war doch schon in den 90ern ein schlechter Witz und ihre letzten Platten sind einfach nur scheiße. Wahrscheinlich wurden ihnen jedoch ihre Millionen, das Landleben, die schönen Frauen und die plärrenden Kinder zuhause zu langweilig und es zog sie nachts wieder in die kleinen Musikclubs, wo zur Zeit die heißen Gigs stattfinden. Und sie erinnerten sich an 1995, als sie es waren, die die Meute zum Toben brachten. Und sie liessen sich anstecken. Und sie brachten wieder ein Album raus, das ihnen niemand zutraute, das einfach nur gut ist. Ehrlich, kein Witz, hör es dir einfach mal an. [ 6/05 ]
- OasisNet.com - die offizielle Seite
- The-Oasis.de - deutsche Fansite: Let there be love
- SadSong.net - deutsche Fansite: Don't throw it all away
- Oasisnet.de - deutsche Fansite: You can't fuck with Oasis
- The Mad Ferret - englische Oasis Fansite: sieht aus wie die anderen auch, nur englisch
- Oasis-Ultras - deutsche Fansite: wir haben geile Frisuren und machen Partys
- Laut.de - Portrait, Plattenkritik: dafür mussten Fans dreieinhalb Alben überstehen
- Eins Live - Interview mit Noel Gallagher
- Motor.de - noch ein Interview mit Noel
- Billy Idol - Devil's Playground
Damals, Mitte der 70er in London, fegte eine Welle von wildgewordenen Kids mit Fuck-You-
Attitude, schrillem Outfit und rauer selbstgemachter Musik die etablierten Bombast-Rocker, Glam-Rock-Luschen und lahmarschigen Spät-Hippies in die Bedeutungslosigkeit - die Punks. (Für die Nachgeborenen: diese Bewegung hatte nichts zu tun mit den verhärmten Schnorrern, die heutzutage mit ihren Kötern in den Fussgängerzonen abhängen. Ein Punk sitzt nicht rum, ein Punk ist in Action!) Ein Punk der ersten Stunde war der junge William Broad, auf frühen Fotos immer dadurch zu erkennen, dass er mit seinem schüchternen Lächeln und der braven Seitenscheitel-Frisur so gar nicht zu den anderen passt. Ab Ende 1976 spielte er dann Gitarre bei den Generation X, glich sein Aussehen und Verhalten dem seiner Kumpel an und nannte sich Billy Idol. Dennoch: "When Generation X were playing, we'd all be throwing shit at them, because Billy Idol was a wanker [= Wichser]" (Gareth Holder von The Shapes). Anfang der 80er machte er sich selbständig, trainierte sich einen schiefen Schmollmund an und benahm sich so, wie die Medien es von einem wilden Punk erwarteten. Dazu sang er Hitparaden-kompatible Popmusik. Kurzum: er war ein Fake, ein Produkt der Plattenindustrie und brachte ihnen viel Geld ein. Als Punk dann nicht mehr lief, machte er auf Schnulzen und versank schließlich in der Bedeutungslosigkeit. Was kann man von so einem 2005 also noch erwarten, ey? Es ist reiner Zufall, dass ich in seine aktuelle CD reinhörte. Natürlich ist es keine wichtige Platte wie andere, jüngere Bands aus England sie grad veröffentlichen. Aber es ist eine unerwartet gute Rock-Scheibe und völlig unpeinlich. Kaum zu glauben, ist aber so. Man darf sich nur nicht vom Namen und Image von Billy Idol abschrecken lassen. [ 5/05 ]
- Tegan & Sara - So Jealous
Zum Ausgleich für die andere in diesem Monats vorgestellte CD der Others, die den Punk neu erfinden, hier eine Scheibe mit tollem Indie-Pop aus Kanada. Die Zwillingsschwestern Tegan und Sara Quin touren zusammen seit sie 18 sind, das ist jetzt sieben Jahre und vier CDs her. Als ich ihre letzte Scheibe hier vorstellte, waren die Kritiken noch überwiegend vernichtend: zu süß, zu nett, eine typische junge-Mädels-Band. Das stimmte zwar schon damals nicht, aber diesmal sind die Kritiker angetan und vergessen schnell ihr Geschwätz von gestern. Das freut mich sehr, denn ich mochte ihre Musik schon immer, diese frische Kombination von schroffem Gitarrensound und ohrwurmigen Melodien. Doch bevor ihr Kerle beim Blick auf ihr Foto zu schwärmen anfangt: null Chance, alle beide stehen nur auf Frauen. Und weil sie das nicht verheimlichen und sich beharrlich weigern, zu ihrer Musik sexy Bilder liefern, sind sie in den Musiksendern eher selten zu sehen. So ist nun mal das Business. [ 5/05 ]
- TeganandSara.com - offizielle Webseite, total flashüberladen und unübersichtlich
- Vapor Records - ihre Plattenfirma gehört Neil Young, hat eine nette Webseite und einige Songs des Albums in guter Qualität zum downloaden
- TeganandSara.net - official Fansite mit Interview, Texten und allem was dazu gehört
- Always The Volume - Downloadseite für non-album Songs und Demos von Tegan & Sara
- Tegan-and-Sara.de - nette aktuelle deutsche Fanpage mit vielen Medienberichten
- Tegan-and-Sara.org - eine deutsche Fanpage von Stephanie, die auch eine Band hat
- Laut.de - Bio, Plattenkritik: ersehntes Gegengewicht zu stereotypen weiblichen Pop-Acts
- Gaesteliste.de - Tegan und Sara im Interview mit dem Internet Musikmagazin
- Bellissima.de - eine Reportage über Tegan Sara (genau so, ohne das & dazwischen)
- The Others
Dies ist Rock. This is for the poor not you rich kids. This is for all the kids who stand out in the crowd this is for every disappointment. This for all the ones who've been shoved around this is for the ones who stood up for themselves. Dies ist Rock. Früher, als die Jungs noch nicht geboren waren, nannte man das Punk, doch das hat für sie keine Bedeutung mehr. You may not have noticed, but there's a generation out there right now who feel disenfranchised and isolated. They have no interest in the things that drive everyone else, celebrity is an empty vessel, money's a means of getting through next week, society is something that happens to other people, the future doesn't belong to them any more than the present does. Dies ist Rock dies ist Wir-wollen-alles-Teenager-Rock. They are the underclass, a bunch of bullied and abused petty criminals, narcotic abusing, narcissistic, gender bending, rude and frenetic. Dies ist Rock und nichts anderes. And they don't give a fuck. [ 5/05 ]
- LetsKillTheOthers.org - die offizielle Website der vier Londoner
- Let's Kill The Others - das Blog der Band hält die Fans auf dem Laufenden
- Poptones - ihre Seiten bei ihrer Plattenfirma
- Cambridge Heath Road - The Others Fan Site, hier gibts die Texte
- Gig In A Tube - Video eines ihrer Guerilla Gigs, mit denen sie London heimsuchen, hier mit Megaphon in der U-Bahn zwischen zwei Stationen
- Wired News - Punk at a Moment's Notice, Guerilla Gigging per Blog und SMS
- Guerilla Giggin' Game - Ein Computerspiel: sammel alle Bierflaschen ein auf dem Weg zum Gig und geh den Bullen aus dem Weg
- Beck - Guero
Es gibt Musiker, von denen man nichts erwartet, weil man sie zu kennen meint. Dann ist es um so schöner, wenn man sich irrt. Wie zum Beispiel bei Beck Hansen. Alles was ich bisher von ihm hörte, war mir, nun ja, zu intellektuell. Nichts gegen intelligente Popmusik, aber wenn es zu gewollt, zu verkopft wird, dann ist es nichts für mich. Musik für brave Studenten, denen Rock zu altmodisch und Hip-Hop zu derb ist, furchtbar langweilig. Jetzt stieß ich zufällig auf diese neue Scheibe. Weg sind die Geigen, die lahmarschige Milchgesichtigkeit und die eher pessimistische Songwriterei. Es geht derb scheppernd rockig los und entwickelt sich dann sehr vielfältig, meist lässig groovend weiter und ist auch nach mehrfachem Hören immer wieder für eine Überraschung gut. Eine schöne Platte für den kommenden Sommer. Ich werd mir gleich mal ne Kopie fürs Auto brennen. [ 4/05 ]
- Beck.com - Homepage von Beck mit allem Lyrics und dem aktuellen Video E-Pro
- BeckHansen.de - die deutsche Seite seines Labels
- Laut.de - Portrait, Biographie, Plattenkritik: starke Rückkehr zu den Sample-Vorlieben
- Magictails - A collection of music by Beck
- Herr Paulsen - Osterlamm, später Beck Hansen und das Glück
- exposing the con - A guide to Beck and Scientology
- Flogging Molly - Within A Mile Of Home
Kennt noch jemand die Pogues? Die Band aus den 80ern, die irische Traditionals und Punk kombinierten, einige erstklassige Alben hinlegten (siehe meine Seite
Alt und immer wieder gern gehört), bis der Sänger Shane MacGowan in der Whiskeyflasche versank? Hier kommen ihre Nachfahren, die da weiter machen, wo Shane von der Bühne kippte. Der Albumtitel "Innerhalb einer Meile zuhause" meint wohl die Entfernung zum nächsten Irish Pub, denn der Sänger ist zwar gebürtiger Ire, die Band stammt jedoch aus Los Angeles. Ihre Musik nennen sie "Celti-Core" oder "Jig-Punk". Nur für Freunde dieser Stilrichtung, für die aber mit einem kräftigen
Slainte.
[ 4/05 ]
- FloggingMolly.com - The Official Flogging Molly Website
- FloggingMolly.de - eine überwiegend deutsche europäische Fanpage
- Rebels Are We - eine nett gemachte internatione Flogging Molly Fanpage
- Side One Dummy - ihre Seite bei ihrer Plattenfirma, mehr als nur Marketing-BlaBla
- 3hive - dieses MP3-Blog hat zwei Lieder zum Download im Angebot
- Laut.de - Portrait, Bio, Plattenkritik: Kraftvoller Irish-Folk mit Punk und Slam-Poetry
- Molly Malone's - ihre Stammkneipe in Hollywood, hier ging es los
- Hurricane - nicht nur auf diesem Openair-Festival kann man sie im Sommer erleben
- Little Barrie - We Are Little Barrie
Spannende neue Musik wird nur von jungen Musikern gemacht. Haben sie erst einmal die 30 überschritten, perfektionieren sie nur noch ihren Sound, machen aber nichts mehr wirklich Neues. Ganz wenige Ausnahmen bestätigen nur diese Regel. Dieses junge englische Trio hat nun etwas vollbracht, was ich mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen konnte: sie haben eine von konservativ geworden Rockbands totgegniedelte Musikrichtung, den Blues, wieder revolutioniert und neu erfunden. Das ist nicht möglich, meint ihr? Habe ich bisher auch gedacht und wurde nun von Little Barrie vom Gegenteil überzeugt. Hört sie euch einmal an, auf ihrer Webseite oder bei Amazon (klicke dazu auf die roten Noten oben neben dem Albumtitel). Wer die White Stripes mag wird auch Little Barrie mögen. Wetten? [ 3/05 ]
- LittleBarrie.com - offizielle Website der drei Londoner
- PIAS - In a culture that celebrates excess it takes a true visionary to strip things back to the core energy
- Plattenrausch - keine unnötigen Solos, statt dessen wunderbare Breaks, spannende Ausbrüche und lakonische Riffs, die sich umso tiefer ins Ohr graben
- Prinz - Album des Monats: Das feuerrote Bluesmobil, lässiges Blues-Spektakel, das vor funkiger Coolness nur so strotzt
- Noize - nicht nur Blues, sondern auch Funk, eine dicke Prise Soul und viel Rock'n'Roll. Das Konzert war ganz große Klasse!
- Bizarre Radio - gelungene Mischung aus Rock'n'Roll, Funk und Blues
- Rock-City.co.uk - 'We Are Little Barrie' is a breath of fresh air
- Ted Leo and The Pharmacists - Shake The Streets
Eben bei Little Barrie schrieb ich, dass nur junge Bands gute neue Musik machen können. Das stimmt auch, obwohl Ted Leo schon die 30 überschritten hat (glaub ich jedenfalls). Er macht auch keine neue Musik, er macht nur verdammt gute, und das seit Jahren. Er ist und bleibt der ewige Rocker, der seit Jahren eine tolle Scheibe nach der anderen raus bringt und ständig auf Tour ist, dem der große Durchbruch bisher aber nicht vergönnt wurde. Warum das so ist, weiss ich nicht, kann ich auch nicht verstehen, ist aber so. Das ist aber noch längst kein Grund, warum DU, jawohl du, lieber Leser oder Leserin dieser Zeilen, ihn nicht kennen lernen solltest. Hol dir seine Songs, tanz zu ihnen durch deine Wohnung, spiel sie deinen Freunden vor und jeder wird dich fragen "Oh, geil, wer ist das?" und deinen exzellenten Musikgeschmack bewundern. Bestimmt. Denn Leo ist gut. Gib ihm nur eine Chance das zu beweisen und hör ihn dir an. Hör. ihn. dir. an. [ 3/05 ]
- TedLeo.com - Teds persönliche Website, die er wie ein Tagebuch führt, mit vielen mp3s
- Lookout Records - seine Plattenfirma hat ausser Infos auch einige mp3s
- blogging for compliments - in diesem deutschen Musik-Blog habe ich Ted kennen gelernt
- Timorous Me - the Ted Leo Fan Community
- Epitonic - 'your source for cutting edge music' hat einige mp3s von Ted Leo
- betterPropaganda - auch diese mp3-Quelle hat einiges von ihm
- Chisel - Ted Leos alte Band aus den Neunzigern
- Pitchfork Review - Is it you that changed, or is it Ted? fragen sich alte Indie-Fans
- Pop Frontal - die Infos zur laufenden Deutschland-Tour (14.3. im Molotow HH)
- Rilo Kiley - alle drei Scheiben
Vor einiger Zeit stieß ich auf die aktuelle Platte dieser kalifornischen Indie-Rockband, More Adventurous, und fand sie gut. Doch dann lernte ich ihre älteren Aufnahmen Take Offs and Landings und The Execution of All Things kennen und war begeistert. Eine phantastische charismatische Sängerin, glasklare Gitarren, eingängige Melodien, intelligente Texte, urbane Countrymusik ohne Kitsch - und bei ihren frühen Scheiben noch ohne Streicher, Bläser und andere professionelle Produktions-Zutaten um dem Mainstream zu gefallen. Nein, ich will ihnen die Abkehr vom minimalistischen Charme nicht vorwerfen: nach fünf Jahren mit bester Musik vor kleinem Publikum für kleine Gage und ständig auf Tour unter harten Bedingungen ist ihnen ein kommerzieller Durchbruch wirklich vergönnt. Sie haben sich für ihre aktuelle aufwändige Produktion nicht verkauft, sondern behalten mit ihrem eigenen Label weiterhin die Kontrolle über ihre Musik, nur der Vertrieb erfolgt nun durch eine große Plattenfirma. Wahrscheinlich habe ich nur dadurch von ihnen erfahren. Möge das vielen anderen auch so gehen und der Band endlich Erfolg bringen. Sie haben ihn verdient. [ 2/05 ]
- RiloKiley.com - nett gemachte Webseite der Band, inhaltlich aber eher dürftig
- RiloKiley.net - umfangreiche Fanpage mit Lyrics, Fotos, Videos und vielen Konzert-mp3s
- Vagtown2000 - Fanpage mit einem akustischen Konzert zum Downloaden
- Rilo Kiley Forum - Treffpunkt für alle, die ihre Musik mögen
- Rolling Stone - das US-Magazin führt Rilo Kiley als einen von "10 Artists to Watch"
- IMDB Jenny Lewis - die Sängerin war als Kind und Teenie Schauspielerin, u.a. spielte sie in Pleasantville und einigen TV-Serien
- Jenny Lewis Filmography - eine kurze Beschreibung einiger ihrer Rollen
- Pop Frontal - Infos zur aktuellen Deutschland-Tour (nur noch wenige Gigs)
- Bloc Party - Silent Alarm
Schon wieder eine Gruppe, die ich über die Musik-Blogs im Internet kennen lernte, lange bevor sie ihre erste CD veröffentlichten. Jetzt bricht der Hype um sie los und zwar völlig zu recht. Aber lasst euch nicht von den Marketing-Schlipsen verarschen, die von "Musik im Stil des New Wave der 80er Jahre" faseln, nur weil das angeblich grade angesagt sein soll: zum einen wurden sie in diesem Jahrzehnt erst geboren und dann haben sie mit den lächerlich gestylten Luschen von damals gar nichts gemein. Die neuen Cure? Blödsinn, sie sind doppelt so schnell, keine Spur von jammerlappig und immer tanzbar. Ihre Debut-Scheibe strotzt vor Energie, ist vielseitig, mit oftmals überraschenden Rhythmus- und Tempowechseln, da können sich die Alten noch einiges von abgucken.[ 2/05 ]
- Mando Diao - Hurricane Bar
Un-CD
Als ich im letzten Frühjahr ihre Debutscheibe Bring 'Em In ständig hörte, hatte ich gerade keine Lust, diese Seite regelmäßig zu pflegen, sonst hätte ich sie hier vorgestellt. Aber die jungen Schweden waren fleissig und haben schon wieder eine Pop-Perle in die Umlaufbahn befördert. Nicht ganz so ungeschliffen wie der Vorgänger, aber wieder mal dynamisch und mit vielen guten Songs. In ihrer Heimat gelten sie als "the very definition of cool", die Mädels wollen sie und die Jungs wollen sein wie sie, so heisst es. Ihre Musik ist Beat-Musik, yeah yeah yeah, und auch die Pilzkopf-Frisuren kommen einem irgendwie bekannt vor. Aber retro, nein, das sind sie überhaupt nicht. Es wird Zeit, dass sie auch über Schweden hinaus bekannt werden. Wir leben doch schließlich im Zeitalter der Globalisierung.[ 2/05 ]
- Mando-Diao.com - die offizielle Website der vier Schweden
- MandoDiao.de - die deutsche Seite ihrer Plattenfirma
- Mando-Diao.co.uk - die etwas ausführlichere englische Website
- Laut.de - der Rock'n'Roll schnurrt smooth und kann zubeißen
- it's a trap! - devoted to promote Scandinavian music to an international audience
- Intro.de - Schweden sind die neuen Norweger (hähh??)
- Tonspion - mp3-Download "Paralyzed" von ihrer Erstlingsscheibe Bring 'em in
- Pop Frontal - Infos zur Deutschland-Tour im Februar und März
- The Soundtrack Of Our Lives - Origin Vol. 1
Wow, schon wieder eine grandiose Band aus Schweden, nicht so krachig wie die Hives oder Mando Diao, eher britpoppig, psychedelisch, mit eingängigen Hymnen. Sehr vielfältig und völlig ohne Ausfälle, eine großartige Scheibe und sogar schon ihre fünfte. Schade, dass ich ihre Deutschland-Tournee im letzten Jahr verpasst habe. [ 1/05 ]
- TSOOL.com - Official Website and Home for the Fanclub, mit einigen Extras
- TheSoundtrackOfOurLives.net - von ihrer US-Plattenfirma, noch zur alten Scheibe
- it's a trap! - devoted to promote Scandinavian music to an international audience
- Laut.de - Portrait, Biographie, Plattenkritiken: wie macht der dicke Wikinger das nur?
- Neon Magazin - Lost in Zeitlosigkeit
- Intro Plattenkritik - maßlos, wie hier mit genialen Songideen um sich geschmissen wird
- Nordische-Musik.de - man muss sie einfach mögen, aber der Vorgänger war besser
- The Telepathic Butterflies - Songs From A Second Wave
Was müssen Musiker - außer guter Musik - machen, um weltweit bekannt zu werden? Einen Vertrag mit einer dicken Plattenfirma abschließen, die ein teures Video produzieren und MTV buchen? So machen es die meisten, und wenn die erste Platte floppt, ist der Traum vom Erfolg vorbei. Besser ist es, eine gute Webseite zu erstellen und darauf mehrere Songs in bester Qualität zum Download anzubieten. Und zwar als freie mp3-Dateien, nicht kastriert nur für den Windows-Mediaplayer, nicht als 30-sekündige Songschnipsel, nicht in minderer Soundqualität, nicht in Flash oder sonstwie streaming, sondern nur als frei kopierbare mp3-Sounddateien. Wenn die Musik wirklich gut und interessant ist, spricht sich das schnell in den mp3-Weblogs rum und die Songs werden weltweit verlinkt. Sie finden sich dann auf unzähligen Mixed-CDs von Musikfreunden wieder, werden populär, erwecken den Wunsch nach einer ganzen CD und - tataa - der Erfolg ist da. So geschehen mit dieser bisher nur lokal bekannten Band aus Winnipeg, Manitoba, "one damn cold, windy corner of Canada" (sixeyes). Psychedelischen Power-Pop nennen sie selbst ihre Musik. Ich mag ihre Ohrwurm-Melodien, den mehrstimmigen Gesang, den treibenden Upbeat. Toll, werdet berühmt, Jungs, ihr habt es verdient! Dann gibts eure Scheiben bald auch in Deutschland zu kaufen. [ 1/05 ]
- TelepathicButterflies.com - ihre Webseite mit 9 Songs zum downloaden
- *sixeyes - das mp3-Blog, in dem ich die Kanadier kennen lernte. Immer gut für gute unbekannte Musik
- Rainbow Quartz Records - ihre Plattenfirma, die ihren Job versteht: sie bieten freie mp3s aller ihrer Interpreten an, Stöbern und Kennenlernen lohnt sich, und man kann die Platten gleich bestellen, billiger als bei Amazon. Der Dollarkurs ist auch gerade günstig.
- The Nerve Magazine - ein Interview mit den telepathischen Schmetterlingen
- Mohair Sweets - noch ein Interview in diesem kanadische Magazin