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Cookies wurden von Netscape eingeführt und gehören inzwischen zum HTML-Standard. Sie werden benötigt,
um einen Internet-Surfer zu identifizieren, wenn er eine Web-Seite zum wiederholten Mal betritt oder zwischen verschiedenen
Dokumenten einer Website wechselt. Die genaue Internet-Adresse eines Besuchers kann nicht übertragen werden.
Darum ist eine Identifikation nur möglich, wenn ihm ein eindeutiger Schlüssel auf den
Computer kopiert wird, der immer wieder ausgelesen werden kann. Cookies sind kleine Textdateien mit Informationen, die auf die Festplatte des Besuchers kopiert werden. Sie erhalten den Namen der Webseite oder des Servers, die den Cookie verschicken, und können auch nur von diesen wieder gelesen werden. Ein Cookie kann von niemand anderem als vom Absender gelesen werden. Netscapes Navigator speichert alle Cookies in der Datei COOKIES.TXT im Netscape-User-Verzeichnis, der Internet Explorer kopiert jedes Cookie als einzelne Textdatei in das Verzeichnis \Windows\Cookies. Welche Informationen gespeichert werden, entscheidet alleine der Verfasser des Cookies. Meist ist es ein eindeutiger Code zum Identifizieren des Surfers. Es kann aber auch jede andere Information sein, sei es ein Text, eine Zahl oder ein Datum. Die Größe eines Cookies ist auf 4.000 Byte gegrenzt. Jeder Keks enthält darüber hinaus ein Verfallsdatum, das vom Absender festgelegt wird. Nach Ablauf dieses Datums wird das Cookie automatisch wieder von der Festplatte gelöscht. Das Herstellen der "Kekse" habe ich im Cookie-Backbuch beschrieben. Wer sich für die Anwendung interessiert, sollte meine Cookie-Demo ausprobieren. Einige Cookies haben die Aufgabe festzuhalten, ob, wann und wie oft dieser Besucher schon einmal hier gewesen ist. So will man feststellen, ob eine Seite nur von einmaligen Zufallsbesuchern frequentiert wird, oder ob sie vom selben Surfer regelmäßig aufgesucht wird. Klar, jeder sieht den letzteren Fall besonders gerne, denn nur interessante Seiten werden öfters besucht. Das schmeichelt dem Ersteller und zeigt dem kommerziellen Anbieter den Erfolg seiner Internetaktivitäten. Diese Cookies dienen ausschließlich dem Betreiber dieser Seite: Er will etwas über seine Besucher wissen. Andere Cookies halten die Informationen fest, die der Besucher auf einer Webseite eingegeben hat. Hat ein User z.B. einmal festgelegt, daß er eine Webseite ohne Frames sehen will, können ihm mit Hilfe eines Cookies die Folgeseiten auch in frameloser Form angeboten werden. Einige Suchmaschinen speichern in Cookies die Voreinstellungen des Benutzers, so daß sie in Zukunft nicht immer wieder neu eingegeben werden müssen. Shopping-Sites mit Warenkörben sind nur mit Hilfe von Cookies möglich, da ansonsten die Informationen beim Wechsel zwischen verschiedenen HTML-Seiten verloren gingen. Diese Cookies dienen damit auch dem Komfort des Besuchers. Cookies sind nicht gefährlich, sie können keinen ausführbaren Programmcode und damit auch keine Viren enthalten. Sie können außer ihren eigenen Informationen auch keine Daten von der Festplatte des Besuchers auslesen, denn das ist mit HTML und JavaScript (nach einigen Bugfixes) nicht möglich. Und nur, wenn der Benutzer seinen Namen oder seine E-Mail-Adresse auf einer Webseite eingegeben hat, können diese auch in Cookies gespeichert werden. Damit ist jeder selber dafür verantwortlich, was über ihn bekannt ist. Allerdings sollte man nie den Einfallsreichtum von Web-Anbietern unterschätzen, deren Interesse es ist, so viel wie möglich über ihre Besucher zu erfahren. Als ein Beispiel dafür, was mit Hilfe von Cookies alles möglich ist, hab ich bei doubleclick ein wenig nachgeforscht. Irgendwo las ich sinngemäß einmal folgendes: Stellen Sie sich vor, Ihre TV-Fernbedienung würde jeden Klick und die Dauer des Sehens jeder Sendung an die Fernsehanstalten übertragen. Dann könnten diese Ihre Gewohnheiten analysieren und speziell auf Sie und Ihre Vorlieben zugeschnittene Werbeblöcke zusammenstellen. Kein Junggeselle würde mehr mit Damenbinden, kein Action-Liebhaber mit Waschpulvern und keine Hausfrau mit 0190-Nummern belästigt, sondern Sie würden genau das zu sehen bekommen, was Sie interessieren könnte.Blödsinn? Im Internet ist es Realität, und Pay-TV mit pay-per-view stehen vor der Tür.... Wer meint, sich vor der Ausschnüffelung seiner Surfgewohnheiten schützen zu wollen, kann in den beiden großen Browsern ab der 4. Generation die Annahme von Cookies grundsätzlich verweigern. Dann wird es bei einigen Seiten Probleme geben, die nur mit Cookies funktionieren, wie zum Beispiel Shops. Aber die melden das dann schon und man kann die Ablehnung zeitweise wieder aufheben. Alternativ bietet sich an, den Browser vor der Annahme eines Cookies warnen zu lassen und dann zu entscheiden, ob man es akzeptiert oder nicht. Dieses ist bei den Browsern in der 3. Version auch die einzige Möglichkeit, sich vor den Schnüffelkeksen zu schützen. Doch jeder, der dieses eine zeitlang praktiziert, ist bald genervt von den ständigen Hinweisfenstern auf dem Bildschirm, die man immer wieder wegklicken muß. Ich praktiziere es so: Ich sperre Cookies nicht aus, gucke aber öfters in die Cookie-Datei und ins Cookie-Verzeichnis und lösche alles, was ich nicht haben will. Vor allem die Cookies, deren Absender ich nicht kenne und deren Seiten ich nie besucht habe. Wer noch mehr über diese Kekse wissen will, sollte sich mein Cookie Backbuch ansehen, die Cookie Demo ausprobieren oder die Webseiten besuchen, die ich unter weitere Cookie-Informationen aufgeführt habe. |
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